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Freitag, 11. November 2016

Was ist Twitter? Meine persöniche Selbstbeweihräucherung und eine Massen- Nonmention

Ja, ich weiß, es gibt schon zahlreiche Sichtweisen, was Twitter ist, wann man es durchgespielt hat oder was irgendwelche Gesetze wollen. Aber eben nicht von mir.

Als ich mich 2009 bei Twitter registrierte, hielt ich Twitter für einen Kurznachrichtendienst.
So etwas wie eine Lokalzeitung, nur viel schneller. So folgte ich zunächst mehr oder weniger offiziellen Quellen aus der Nachbarschaft, ein wenig Verwandschaft und den bekannten Größen meines Hobbys.



Ich wollte natürlich nicht nur konsumieren, deshalb folgte im November mein erster Top- Tweet.

Damit man den Witz versteht sei angemerkt, dass dieser bis zum heutigen Tage keine markierte Beachtung gefunden hat. Kann sich ja nach Redaktionsschluss geändert haben.

So richtig sprang der Funke aber nicht über. Wem folgen denn die? Aha... ein bisschen Prominenz aus Film und Fernsehen zog in meine Timeline und die Erkenntnis, dass Twitter etwas anderes sein könnte. Damen und Herren und manchmal war ich mir nicht sicher, gnadenlose Einblicke in die Realität anderer aber auch das mehr oder weniger schillernde Leben von Kunsfiguren, alltägliches, auf den ersten Blick Banales in 140 Zeichen, im Vorbeigehen aufgeschnappt. Twitter wurde zur Stammkneipe.



Hier und da schnappte ich etwas auf, wollte verweilen, mehr erfahren oder mir ganz schnell die Ohren zuhalten.
Hatte übrigens immer noch keinen interessiert.

Manchmal stand man sich auch mit Rat und Tat zur Seite...



... und gab ungefragt Kulturtipps. (damals noch ohne hashtag)

In dieser Stammkneipe gab es- jedenfalls in meiner Phantasie auch eine kleine Bühne wo mehr oder weniger begnadete Wortakrobaten ihre poiniterten Meinungen zum Besten gaben.


Ich habe mich köstlich amüsiert, mich beachtete jedoch scheinbar niemand.

 Ein ganzes Jahr las ich nur mit oder schaute gar nicht in dieses Universum, das sich mir einfach nicht erschließen wollte.

Eine neue Gruppe von Menschen hielt  in meine Timeline Einzug. Leute, die im weitesten Sinne aus meinem Berufsfeld kamen, und solche, die scheinbar eine ähnliche Lebenswelt wie ich hatten.
Plötzlich fühlte ich mich verstanden, ohne ein Wort gesagt zu haben. Andere fühlten genau wie ich, mit den verrücktesten Gefühlen war ich nicht mehr allein.



...und viele weitere. Alles #ff aus tiefstem Herzen


Und auch meinen allerersten Stern konnte ich ergattern!


Andere Tweets zündeten nur in meinem Kopf


Ich merkte, wie hilfreich es sein kann, Sachen einfach mal aus dem Kopf zu bekommen. Mit oder ohne Sternen/ Herzen. Natürlich wäre es gelogen, wenn ich behaupten würde, die ersten 25er wären mir letztes Jahr egal gewesen. Oder der erste 100er in diesem Jahr. Aber die andere Seite wurde noch viel wichtiger an Twitter:

Ich freute mich über das Auftauchen bestimmer Profilbilder, egal welcher Text dahinter kam, ich begann mit mir völlig Unbekannten Menschen zu lachen und zu leiden, zu fragen und zu antworten, sah Beziehungen entstehen und zerfallen, Menschen am Boden zerbersten und- meist- doch wieder aufstehen.
Ich begann, psychische Krankheiten besser zu verstehen, weil Betroffene den Mut hatten offen darüber zu sprechen und merkte wie oft man selbst auf dem schmalen Grat steht.

Twitter war nicht mehr nur Lokalzeitung und Stammkneipe, nicht nur Standup- Bühne und Lehrerzimmer, nicht nur Vätergruppe und Familientherapie, nicht nur Nachbarschaftsfest und Hobbykeller,

Twitter war- ist viel mehr als das alles zusammen. Twitter, das sind die liebgewonnenen mehr oder weniger verrückten aus meiner Hosentasche.

Danke dafür!

PS. In ein paar Tagen spiele ich dann das nächste Level frei und treffe mich mit ein paar von ihnen.

Dienstag, 8. April 2014

Bloggen wie die Großen

kann ich gar nicht.
Will ich auch gar nicht.
Dann käme ich vielleicht in den Zugzwang, jeden Tag etwas schreiben zu müssen. Und das möchte wahrlich keiner lesen.
Warum ich meine, bloggen zu müssen? Vielleicht muss ich gar nicht. Vielleicht schreibe ich ein zwei Beiträge und lass es dann wieder sein.
Wieder?
Ja. Vor langer Zeit habe ich schon einmal ein paar Zeilen geschrieben.

http://www.kramundkrempel.de/blog

Altes Zeuch.
Wurde bei Mifrarob ein wenig besser. Dann fehlte die Zeit.
Einzig Originell damals die Post- Überschriften. Fand ich jedenfalls.
Und warum jetzt wieder?
Ich höre gerade Sven Regners Hamburg- Heiner. Finde die Idee, phasenweise zu bloggen gar nicht dumm. Setzt einen nicht so unter Druck.

Wörüber?
Vielleicht nächste Woche über meine 3-4 Ländertour, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Also über mein Hobby, geocaching. Wird ja auch noch nicht genug drüber gebloggt.

Oder über unsere Fahrten mit dem Wohnwagen? Vielleicht sehr familiär. Aber vielleicht für den ein- oder anderen Camper interessant.

Alltäglicher Familienwahnsinn? Nee, da gibt es schon andere. Wer an sowas Gefallen hat, dem sei wärmstens
http://www.mikepotsdam.de/ empfohlen.

Oder Geschimpfe aus der Arbeitswelt? Als Erzieher bin ich dafür Spezialist. Muss mich nur ans Schweigegelübde halten.
Na mal sehen, was mir aus der Tastatur rinnt. Lese jetzt erstmal meine alten Postings. Wieder warm werden.

Oder Erlebnisse aus der online- und offline- Spielewelt?

PS. Ich muss niemandem gefallen. Aus diesem Alter bin ich raus.